Land

Myanmar

Entdecken Sie Myanmar mit der goldenen Shwedagon-Pagode, den tausenden Tempeln von Bagan, den Einbeinruderern am Inle-See und kolonialem Charme.

Über das Land

Myanmar – Goldene Pagoden, uralte Tempelfelder und Stelzendorf-Idylle am Inle-See

Das südostasiatische Land fasziniert Reisende mit einer reichen spirituellen Tradition, jahrtausendealter Baukunst und unberührten Landschaften zwischen dem Himalaya-Vorland und der Andamanensee. Als goldenes Land bekannt, erstrahlen im gesamten Staatsgebiet zehntausende vergoldete Pagoden, Stupas und Klöster in der tropischen Sonne. In der weiten Ebene am Ufer des großen Stroms erheben sich über zweitausend erhaltene Backsteintempel und Monumente aus dem dichten Grün der Akazienbäume. Das Leben auf dem malerischen Gebirgssee im Hochland ist geprägt von traditionellen Stelzendörfern, schwimmenden Gärten und den berühmten Einbeinruderern der Intha-Gemeinschaft. Die ehemalige Kolonialhauptstadt an der Küste bewahrt ein beeindruckendes Ensemble aus viktorianischer Prachtarchitektur, lebhaften Garküchen und dem weltweit heiligsten Monument des Theravada-Buddhismus mit seiner fast einhundert Meter hohen vergoldeten Stupa. Im Shan-Hochland und im Norden laden kühle Bergwälder, tiefe Schluchten und traditionsreiche Minderheitendörfer zu ausgedehnten Trekkingtouren ein. Entlang der Westküste und im fernen Süden erstrecken sich kilometerlange, unberührte Sandstrände sowie das weitgehend unentdeckte Mergui-Archipel mit hunderten Inseln. Die burmesische Küche verbindet fermentierten Teeblättersalat, aromatische Nudelsuppen, milde Currys und frischen Flussfisch zu einem facettenreichen Geschmackserlebnis. Das Reisen durch die Regionen ist geprägt von tiefer Ruhe, buddhistischer Achtsamkeit und der herzlichen Offenheit einer gastfreundlichen Bevölkerung.

Passt besonders zu
KulturfansNaturliebhaberWandererRuhe suchende ReisendePaareFotografen
Eintauchen & entdecken

Lebensgefühl, Geschichte und Kultur

Lebensgefühl

So fühlt sich die Reise an

Eine Reise durch dieses Land ist geprägt von zeitloser Entschleunigung, sanfter Zurückhaltung und einer tiefen spirituellen Ruhe. Frühmorgens hallt der sanfte Klang der Tempelgongs durch den Morgennebel, während lange Reihen barfüßiger Mönche und Novizen in safranfarbenen und roten Roben durch die Straßen ziehen, um Speiseopfer entgegenzunehmen. Auf den Straßen und Märkten tragen Frauen und Kinder die gelblich-weiße Thanaka-Baumpaste als traditionellen Sonnen- und Schönheitsschutz kunstvoll auf den Wangen. Männer und Frauen kleiden sich mit natürlicher Eleganz in den traditionellen Wickelrock Longyi. In den Teestuben auf niedrigen Plastikhockern herrscht reger Austausch bei süßem Schwarztee mit Kondensmilch und frittierten Teigtaschen. Das gemächliche Tuckern der hölzernen Langboote und das Plätschern der Ruder auf den Wasserwegen schaffen eine beruhigende Geräuschkulisse. Einheimische begegnen Besuchern mit einem offenen, herzlichen Lächeln und respektvoller Zuvorkommenheit. Wenn die Abenddämmerung die unzähligen goldenen Tempelspitzen in warmes, glühendes Licht taucht, erfüllt der Duft von Sandelholz und Jasminblüten die Tempelhöfe. Diese harmonische Einheit aus buddhistischer Philosophie, traditionellem Handwerk und landschaftlicher Schönheit hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Geschichte des Landes wurzelt in den uralten Zivilisationen der Pyu und Mon, die frühe Stadtstaaten und monumentale buddhistische Heiligtümer im Flussdelta errichteten. Im 11. Jahrhundert begründete König Anawrahta das erste birmanische Großreich in Bagan, vereinte die Volksgruppen und machte den Theravada-Buddhismus zur dominierenden Staatsreligion und kulturellen Triebfeder. Nach wechselnden Königsresidenzen wie Inwa, Amarapura und Mandalay folgte im 19. Jahrhundert die britische Kolonialzeit, die prächtige Kolonialverwaltungspaläste und ein ausgedehntes Eisenbahnnetz hinterließ. Das traditionelle Kunsthandwerk blickt auf eine ungebrochene Meisterschaft zurück, von aufwendig gefertigten Lackwaren aus Pferdehaar und Bambus über feines Blattgoldschlagen bis hin zur Lotusseidenweberei. Klassische Puppenspiele mit kunstvoll geschnitzten Marionetten und traditionelle Orchester mit kreisförmig angeordneten Gongs begleiten festliche Anlässe. Die Esskultur zelebriert Lahpet Thoke, einen geschätzten Salat aus fermentierten Teeblättern, gerösteten Nüssen, Knoblauch und getrockneten Garnelen, der als Symbol für Frieden und Gastfreundschaft gereicht wird. Das alljährliche Wasserfest Thingyan im April leitet das buddhistische Neujahr mit rituellen Reinigungen und ausgelassenen Feiern ein. Diese lebendige Verbindung aus Königsgeschichte, ethnischer Vielfalt von über einhundertdreißig Volksgruppen und tiefer Religiosität prägt die Identität bis heute.

Gut zu wissen

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Mit internationalen Flügen zu den großen Verkehrsflughäfen RGN in Yangon und MDL in Mandalay erreichen Reisende das Land direkt über regionale Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Kuala Lumpur, Hanoi oder Doha. Der moderne internationale Flughafen RGN bedient die meisten Linienflüge und liegt rund fünfzehn Kilometer nördlich der Innenstadt. Für Inlandsreisen und Rundreisen zwischen den touristischen Hauptattraktionen stehen gut angebundene Regionalflughäfen wie NYU in Bagan, HEH für den Inle-See, SNW an der Ngapali-Küste sowie KAW im Mergui-Archipel bereit. Internationale Landgrenzübergänge aus Thailand ermöglichen bei geöffneter Grenzlage die Einreise per Pkw oder Fernbus. Flusskreuzfahrtschiffe verkehren auf mehrtägigen Panoramarouten auf dem Irrawaddy zwischen Mandalay und Bagan.

Unterwegs vor Ort

Für weite Strecken zwischen den Hauptdestinationen Yangon, Bagan, Mandalay und dem Inle-See bieten Inlandsflüge die zeitsparendste und komfortabelste Fortbewegungsart. Sehr beliebt und komfortabel sind moderne VIP-Nachtbusse mit bequemen Schlafsitzen und Klimaanlage, die auf den Hauptautobahnen verkehren. Für maximale Flexibilität bei Rundreisen mieten viele Besucher einen Pkw oder Minibus mit erfahrenem Fahrer. In der Tempelzone von Bagan ist das Ausleihen von leisen Elektrofahrrädern die ideale und umweltfreundliche Art der Fortbewegung über sandige Wege. Auf dem Inle-See bilden motorisierte Holzlangboote das Hauptverkehrsmittel zwischen den Pfahldörfern und Märkten. In den Städten nutzen Besucher günstige Taxis, dreirädrige Rikschas oder Pferdekutschen.

Beste Reisezeit

Als beste Reisezeit für Besichtigungen, Trekkingtouren und Rundreisen gelten die trockenen und angenehm kühlen Monate von November bis Februar. In dieser Periode herrschen im ganzen Land milde Tagestemperaturen, viel Sonnenschein und eine geringe Luftfeuchtigkeit. Die heiße Jahreszeit von März bis Mai bringt im Flachland und in der Bagan-Ebene sehr hohe Temperaturen mit sich, eignet sich jedoch gut für Aufenthalte im kühleren Shan-Hochland oder an den Stränden. Die südwestliche Monsunzeit von Juni bis Oktober bringt regelmäßige Regenfälle, verwandelt die Landschaften jedoch in ein üppiges, sattes Grün bei deutlich weniger Besuchern. In den höher gelegenen Gebirgsregionen wie Kalaw und am Inle-See kühlt es in den Wintermonaten nachts spürbar ab.

Preisniveau

günstig