Land

Kiribati

Entdecken Sie Kiribati mit seinen weitläufigen Korallenatollen, artenreichen Meereswelten, historischen Relikten und ursprünglicher Gastfreundschaft.

Über das Land

Kiribati – Entlegene Korallenatolle, türkisfarbene Lagunen und gelebte Pazifikkultur

Der entlegene Inselstaat im Herzen des Pazifischen Ozeans erstreckt sich über eine gigantische Meeresfläche und fasziniert durch seine flachen Korallenatolle und geschützten Lagunen. Drei weit voneinander entfernte Inselgruppen bilden das Staatsgebiet, das sowohl die Datumsgrenze als auch den Äquator überspannt. Reisende finden hier endlose weiße Sandstrände, die von dichten Kokospalmenhainen gesäumt werden und sanft in glasklares Wasser übergehen. Das größte reine Korallenatoll der Erde bietet spektakuläre Rückzugsräume für Millionen von Seevögeln und unberührte Naturlandschaften. Intakte Riffsysteme und geschützte Meeresreservate eröffnen Tauchern und Schnorchlern eine außergewöhnliche Unterwasserwelt mit Mantarochen, Haien und Meeresschildkröten. Entlang der Ufer zeugen verrostete Geschütze, Bunker und Schiffswracks von den dramatischen Auseinandersetzungen des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Auf den Hauptatollen prägen traditionelle Versammlungshäuser aus Holz und Palmblättern das Zentrum der dörflichen Gemeinschaften. Besucher erleben eine jahrhundertealte Gesangs- und Tanzkultur, die den Alltag der Bewohner tiefgreifend prägt. Die traditionelle Küche basiert auf fangfrischem Meeresfisch, Schalentieren, Kokosnüssen, Brotfrucht und stärkehaltigen Knollenfrüchten. Fliegenfischer aus aller Welt schätzen die weitläufigen Flachwasserzonen für anspruchsvolles Salzwasserfischen. Kleine lokale Boote und Inlandsflüge verbinden die einzelnen Siedlungen miteinander über weite Ozeandistanzen hinweg. Das tropisch warme Klima sorgt ganzjährig für ideale Bedingungen zum Baden und Erkunden der Meeresfauna. Reisende finden in diesem abgeschiedenen Inselreich ein Höchstmaß an Ruhe, Entschleunigung und authentischer Südseegastfreundschaft.

Passt besonders zu
Ruhe suchende ReisendeNaturliebhaberStrandurlauberKulturfansPaare
Eintauchen & entdecken

Lebensgefühl, Geschichte und Kultur

Lebensgefühl

So fühlt sich die Reise an

Eine Reise durch dieses abgeschiedene Inselreich ist geprägt von zeitloser Ruhe, unendlicher Ozeanweite und tiefer Gelassenheit. Der Tagesablauf der Inselbewohner folgt dem natürlichen Rhythmus der Gezeiten, des Sonnenstands und der sanften Passatwinde. Am Vormittag erwachen die Dörfer mit geschäftigem Fischfang in den Lagunen und dem Sammeln frischer Kokosnüsse. Während der heißen Mittagsstunden suchen die Menschen die kühlen Schattenplätze unter den weit ausladenden Dächern der Versammlungshäuser auf. Schmale Dammstraßen und Sandwege verbinden die einzelnen Inselstreifen miteinander, gesäumt von einfachen Holzhütten und Booten. Das ständige Rauschen der Brandung an den Außenriffen bildet die allgegenwärtige Geräuschkulisse auf den schmalen Atollstreifen. Einheimische begegnen ausländischen Besuchern mit herzlicher Offenheit, scheuer Neugier und einer ungekünstelten Willkommenskultur. Am späten Nachmittag versammeln sich Familien am Lagunenufer zum gemeinsamen Baden und Volleyballspiel. Wenn die Dunkelheit hereinbricht, leuchten wenige Straßenlaternen und Petroleumlampen unter einem unberührten, funkelnden Sternenhimmel. Dieses Leben im Einklang mit den Elementen des Meeres schafft eine Atmosphäre vollkommener Entschleunigung.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Besiedlung der Atolle durch mikronesische Seefahrer begann vor mehreren Jahrtausenden mit hochentwickelten Methoden der traditionellen Sternennavigation. Aus der Notwendigkeit des Überlebens auf kargen Korallenböden entstand eine eng verbundene Gesellschaft mit kollektivem Eigentum und streng geregelter Gemeinschaftsarbeit. Die großen Versammlungshäuser dienen seit Generationen als Zentren der Rechtsprechung, Versammlung und der mündlichen Überlieferung von Stammesgeschichten. Europäische Händler, Walfänger und christliche Missionare prägten ab dem 19. Jahrhundert das religiöse und gesellschaftliche Leben nachhaltig. Während des Zweiten Weltkriegs war eines der Atolle Schauplatz einer der erbittertsten Landschlachten im gesamten Pazifikraum. Die traditionelle Tanzkunst zeichnet sich durch vogelähnliche Kopfbewegungen, feine Handgesten und kraftvollen Chorgesang aus. Flechtarbeiten aus Pandanusblättern und Schnitzereien aus Kokosnussholz gelten bis heute als wichtige Ausdrucksformen des einheimischen Kunsthandwerks. Die traditionelle Esskultur basiert auf der Zubereitung im Erdofen mit frischem Fisch, Kokosmilch und süßem Palmsaft. Religiöse Feiertage und Dorffeste bringen die Menschen in festlicher Kleidung zu gemeinsamen Festmahlen zusammen. Diese tiefe Verwurzelung in uralten Traditionen bildet das unerschütterliche Fundament der heutigen Inselidentität.

Gut zu wissen

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Mit internationalen Flügen zu den beiden Hauptflughäfen TRW auf dem Tarawa-Atoll und CXI auf Kiritimati erreichen Reisende den Inselstaat aus ausgewählten pazifischen Drehkreuzen. Der Flughafen TRW wird regelmäßig von Zielen wie Fidschi, Nauru oder den Marshallinseln angeflogen, während CXI Verbindungen nach Fidschi und Hawaii bietet. Für Weiterreisen zu den umliegenden Atollen der Gilbert-Gruppe stehen Regionalflughäfen wie BBG, AIS, TMN oder NON für Inlandsflüge bereit. Gelegentliche Frachtschiffe mit einfacher Passagierbeförderung verbinden das Land auf dem Seeweg mit anderen südpazifischen Häfen. Kreuzfahrtschiffe mit Expeditionscharakter steuern während spezieller Pazifikrouten gelegentlich die geschützten Lagunen an. Zwischen den beiden Hauptinseln Tarawa und Kiritimati existieren keine direkten Schiffs- oder Linienflugverbindungen, weshalb Reisen dorthin über externe Pazifikdrehkreuze führen.

Unterwegs vor Ort

Auf dem Hauptatoll verbindet eine asphaltierte Hauptstraße mit befestigten Dämmen die verschiedenen Teilinseln von Betio bis zum internationalen Flughafen. Für Fahrten entlang dieser Strecke nutzen Einheimische und Reisende regelmäßig verkehrende Minibusse zu günstigen Festpreisen. Für individuelle Ausflüge und maximale Flexibilität empfiehlt sich die Anmietung eines einfachen Mietwagens oder Motorrollers vor Ort. Zwischen den verschiedenen Atollen der Gilbert-Gruppe bieten kleine Regionalflugzeuge regelmäßige Inlandsflüge zu unbefestigten Landepisten an. Traditionelle Motorboote und einfache Inselfähren verkehren zwischen benachbarten Atollen über das offene Meer. Auf den abgelegenen Außeninseln bewegen sich Besucher meist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf geliehenen Motorrädern über sandige Pfade fort.

Beste Reisezeit

Als beste Reisezeit für Besichtigungen, Strandaufenthalte und Tauchtouren gelten die etwas trockeneren Monate von April bis Oktober. In dieser Periode wehen beständige Passatwinde, die das feucht-warme Tropenklima an den Küsten angenehm abmildern. Für Sportfischer und Vogelbeobachter auf den östlichen Atollen bieten sich die Monate von Oktober bis März mit optimalen Strömungsverhältnissen an. Die Niederschläge fallen über das gesamte Jahr hinweg meist in Form kurzer, kräftiger Tropenschauer, die rasch wieder Sonnenschein weichen. Die Wassertemperaturen der Lagunen und des Ozeans liegen ganzjährig bei tropischen Werten und laden durchgehend zum Baden ein. Gelegentliche Trockenperioden können das Landschaftsbild auf einigen der flachen Atolle zeitweise prägen.

Preisniveau

teuer